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Niten-Ichi-Ryu (Enmei-Ryu) - Die Schwertkunst von Miyamoto Musashi
Niten-Ichi-Ryu ist insbesondere ein Schwertstil und wurde von dem wohl berühmtesten Schwertmeister Japans, Miyamoto Musashi Fujiwara Genshin (1584 – 1645) entwickelt und entstammte der Kampfkunst seines Vaters Enmei Ryu (9 Nito-Kata-Formen). Bis heute gab und gibt es verschiedene Stilformen des Niten-Ichi-Ryu die zum Teil dem Koryu-Kobudo zuzuordnen sind und zum Teil dem Shin-Kobudo (neue Form aus abgerissener Linie). Bis heute gibt es keine klare und durchgehende Linie. Einzig die einheitliche Linie bis zur 8. Generation lässt sich mit Sicherheit belegen. Rein rechnerisch ist es demnach unmöglich, dass seit dem 17. Jahrhundert nur 12 Generationen existieren sollen, wenn man pro 100 Jahren von 4-5 Generationen ausgehen kann. Die noch bestehenden und bekannten Koryu-Syteme (Komplette Liste siehe Textende) sind in den beiden japanischen Verbänden Nihon Kobudo Kyokai (日本古武道協会) und Nihon Kobudo Shinkokai (日本古武道振興会) organisiert. Hierzu gehören die Formen: Zu den anderen bekannten Formen -die als Shin-Kobudo bezeichnet werden- gehören:
Zwei Himmel (Hyoho/Heiho) Der eigentliche Name der Musashi Schule war „Hyoho-Niten-ichi-ryu“. Die erste Schule wurde wohl jedoch in seiner Dienstzeit beim Ogasawara-Clan in Akashi / Harima Provinz begründet, wo er von 1615 bis 1627 diente. Man nannte sie Enmei-ryu (Fechtschule Enmei). Hier präsentierte sich und wurde erstmals die Zweischwerter-Schule gelehrt. Desweiteren wurde auch eine Art „Jitte (Schwertfänger) geschult. „Hyoho-Niten-ichi-ryu“ könnte man als „Militärische Methodik - ein System mit zwei Schwertern“ bezeichnen. Die alte Form im Bu-jutsu für „Hyoho“ ist das „Heiho“. Erst um zirka 1632, als Musashi in Edo -dem heutigen Tokio- lebte, änderte er den Namen in „Nito-ichi-ryu“ (Ein System mit zwei Schwertern).
Dem zweite Schritt in der Ausbildung lag der Grundgedanke zu Grunde, das „Shoto (Kursschwert)“, auch Wakizashi genannt, als Defensivwaffe einzusetzen, da das Langschwert als aktive Waffe geführt wurde. Zuerst wurden jedoch beim Kurzschwert im einzelnen die „Kodachi-seiho (Kurzschwert Kampfübungen)“ geschult: Sassen ; Chudan ; Uke-nagashi ; Moji-gamae ; Haritsuke ; Nagashi-uchi ; Aisen. Als dritter Schritt wurde dann die „Nito (zwei Schwerter)“ im „Nito-seiho (Zweischwerter Kampfübungen)“ geschult: Chudan ; Jodan ; Gedan ; Waki-gamae-hidari ; Waki-gamae-migi. Das erstaunliche ist hierbei, dass das „Nito (zwei Schwerter)“ den kleinsten Teil der Ausbildung ausmachte. In Enmei-Ryu ähneln die Techniken, mit dem Unterschied, dass es unter anderem Schnitte zum Bein gibt.
Der letzte Schritt zum „Gorin-so-sho“ Weiter entwickelte Schule Nach dem Tod Miyamoto Musashi Fujiwara Genshin (1645), wurde die Schule weiter gelehrt, was in verschiedene Weiterentwicklungen des „Niten-ichi-ryu“ mündete. Miyamoto Musashi ist in seinem Leben in fast ganz Japan unterwegs gewesen, sodass erweiterte Ryu entstanden (siehe Grafik weiter oben). Jedoch unabhängig des erweiterten Stiles, blieben die Grundwerte des „Niten-ichi-ryu“ erhalten. Die 24 Formen des „Hyoho“ findet man meist auch in den anderen Ryu wieder, wobei es unterschiedliche Arten des ausführen gibt. Im Tatsu-Ryu-Bushido sind die Grundwerte des „Niten-ichi-ryu“ und des „Gorin-no-sho“ enthalten, was insbesondere in den 24 Formen deutlich wird. Im Folgenden wurden in den Ableger-Schulen die aufgelisteten Waffen zum Teil neben Kenjutsu (Schwert) geschult:
Koryu-Kobudo Die erste und älteste Gruppe sind die Koryu Bujutsu (Koryu Kobudo) und werden als traditionelle Kampfkünste Japans vom Nihon Kobudo Kyokai 日本古武道協会 und der Nihon Kobudo Shinkokai 日本古武道振興会 (eine japanische Organisation für die Förderung der traditionellen Kampfkunst Akademien) anerkannt. Sie sind das Erbe des kriegerischen Japans. Obwohl es viel mehr Organisationen gibt, werden diese beiden als das wichtigste übergeordnete Koryu Organisationsorgan anerkannt. Nicht alle Ryu werden genannt, weil nicht alle Akademien an eine der genannten Organisationen angeschlossen sind. Wir sehen eine große Vielfalt von Stilen und die vielen verschiedenen Kampfsportarten werden ebenfalls erwähnt. Es wird geschätzt, dass noch immer etwas mehr als hundert originale Kampfkunst-Akademien in Japan praktizieren. Alle erwähnten Namen der Akademien sind Mitglied im Nihon Kobudo Kyokai (日本古武道協会; mit dem Unternehmen assoziiert Nippon Budokan, gegründet 1964) und / oder Mitglied des Nihon Kobudo Shinkokai (日本古武道振興会 gegründet 1935). Quelle: www.shintairyu.nl und www.bushi.eu Shin-Kobudo Die zweite Gruppe sind die Shin Bujutsu (Schienbein Kobudo). Sie sind eigentlich nicht wirklich neu. Meistens sind sie alt. Kriegerische Traditionen Verstorbener oder eine Tradition, in der der Lehrplan nicht von Generation zu Generation weitergegeben wurde oder bei der keine legitime Lizenz des letzten lebenden Schulleiters vorliegt. In einigen Fällen handelt es sich um Menschen, die sich von der alten, traditionellen Kampfkunst Akademie (Koryu) getrennt haben. Ebenfalls häufig handelt es sich um ausgestorbene Akademien, mit genug schriftlichem Material (Schriftrollen, Bücher, Notizen etc.), um autodidaktisch von kompetenten Personen wieder belebt zu werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Kampfkünstler neue Schulen gründen und organisieren. Manchmal sind es neue Schulen die mehrere Bujutsu Stile zusammenfassen, um einen größeren Lehrplan mit mehr Abwechslung zu erhalten. In den meisten Fällen sind diese neuen Bujutsu Stile ähnlich den alten Kampfkunstakademien und werden oft mit großem Enthusiasmus und Geschick geleitet und entwickelt. Es gibt eine erhebliche Anzahl dieser Art von Schulen und sie sind häufig im Internet, Büchern und anderen Medien anzutreffen. Es ist unmöglich, eine Schätzung der Anzahl der Praktizierenden zu geben. Es existieren wohl weitaus mehr neue Bujutsu Ryu als Koryu Bujutsu und oft haben diese Schulleiter von mehreren anderen neuen Ryu (Schulen) gelernt. Dennoch sind die Techniken (Waza) dieser Schule oft inspiriert von den alten kriegerischen Traditionen. Viele dieser neuen Schulen sind in Verbänden organisiert, ähnlich dem Budo Verband und haben in einigen Fällen auch Kontakt zu Westlichen Gruppen und Verbänden (Zahlen beziehen sich auf Quellen): Quelle: www.shintairyu.nl und www.bushi.eu z.B.:
Also gibt es Niten-Ichi-Ryu als Koryu-Kobudo und auch als Shin Kobudo. Bis heute gibt es keine klare und durchgehende Linie. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass seit dem 17. Jahrhundert nur 12 Generationen existieren, geht man pro 100 Jahren von 4-5 Generationen aus. Niten-Ichi-Ryu heute Techniken des Niten-Ichi-Ryu findet man als Bestandteile in einigen neuen Systemen. Diese werden teilweise auf Workshops angeboten. Einen klaren Urheber auf Grund der verschiedenen Linie gibt es nicht, geschweigedenn Koryu-Menkyo-Kaiden, mit Ausnahmen der aktuellen Japaner, die eine ungebrochene Linie aufweisen (siehe Koryu-Kobudo Abschnitt). Das „Tatsu-Ryu-Bushido“ basiert auf den Überlieferungen der Schwertkampfkunst „Niten-Ichi-Ryu“ („Zwei-Himmel Schule“) von dem wohl berühmtesten Schwertkämpfer „Miyamoto Musashi“ (1584 – 1645) und seiner Lehre der fünf Elemente des „Gorin-No-Sho“ (Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere), sowie Aspekten der „Koryu-Bujutsu“ (traditionelle Kriegskünste) der Samurai des 16. bis 19. Jahrhunderts. Die Verknüpfung der Stilbezeichnung „Tatsu-Ryu“ mit den Begriff „Bushido“ (Weg des Kriegers), soll die Entwicklung der traditionellen Werte der Samurai verdeutlichen. Die japanische Kampfkunst „Tatsu-Ryu-Bushido“ wurde 1987 als Kampfkunst-AG und 1991 als Verein als eigenständiges Kampfkunstangebot von Christian Wiederanders ins Leben gerufen um die alten traditionellen Werte von Miyamoto Musashi unter neuen Aspekten zu erhalten. Diese geheime Schriftrolle (Bild unten) von Nito-Ryu ist im Original Besitz von Mark Sterke, Shin-Tai-Ryu. Eines von nur zehn Duplikaten ist im Besitz von Christian Wiederanders, Tatsu-Ryu-Bushido.
Neue Quelle zeigt klarere Linie, daher wurde der Text von 2008, 2012 neu erstellt
Limburgerhof, 12. Februar 2012 (Textauszug www.tatsu-ryu-bushido.com) |
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